Ali Hackalife trifft Autorinnen und Autoren aus dem Rheinwerk Verlag zum Interview. Menschen, die ein Fachbuch geschrieben haben. Und er fragt sie nach ihrem Spezialgebiet
Themen der Podcast-Folge zum MicroPython Handbuch:
Was Mikrocontroller und Embedded Systems ausmacht
Python als praktischer Einstieg
Speicheroptimierung mit vorkompilierten Modulen und Best Practices
Multitasking und Nebenläufigkeit mit AsyncIO und Interrupts
Debugging per REPL, serieller Schnittstelle und Bluetooth Low Energy
Nutzen und Grenzen von KI beim Programmieren
IoT-Projekte von der Raumüberwachung bis zur solargepufferten Wetterstation
LoRa und Mesh-Netzwerke wie Meshtastic als kommende Trends
Mit meinem LinkedIn-Account gab es einige technische Probleme, weshalb ich diesen neu aufsetzen musste. Sie erreichen mich neu unter der folgenden URL:
Die heißen Sommertage sind vorerst vorbei. Viele Menschen stellen fest, dass sie bei moderateren Temperaturen wieder besser schlafen können. Doch auch wenn die größte Hitzebelastung hinter uns liegt, bleibt die Schlafumgebung ein entscheidender Faktor für die Schlafqualität.
Ein erholsamer Schlaf wird von zahlreichen Einflüssen bestimmt. Neben persönlichen Faktoren wie Stress, Bewegung oder Ernährung spielen die Bedingungen im Schlafzimmer eine wichtige Rolle. Dazu gehören insbesondere die Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die allgemeine Luftqualität.
Die richtige Raumtemperatur
Schlafforscher empfehlen für die meisten Menschen eine Schlafzimmertemperatur zwischen 16 und 19 Grad Celsius. Ist es deutlich wärmer, fällt das Einschlafen häufig schwerer und die nächtlichen Wachphasen nehmen zu. Gerade in den Sommermonaten kann dies zu einer spürbar schlechteren Schlafqualität führen.
Luftfeuchtigkeit und Raumklima
Auch die Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Wohlbefinden während der Nacht. Zu trockene Luft kann die Schleimhäute reizen, während eine zu hohe Luftfeuchtigkeit das Raumklima als unangenehm erscheinen lässt. Regelmäßiges Lüften und eine gute Luftzirkulation tragen wesentlich zu einem angenehmen Schlafklima bei.
Die Erfassung solcher Umgebungsdaten ermöglicht es, Zusammenhänge zwischen Schlafqualität und den Bedingungen im Schlafzimmer sichtbar zu machen. Oft werden Veränderungen erst dann erkennbar, wenn die Messwerte über längere Zeiträume aufgezeichnet und ausgewertet werden.
Schlafqualität messen und verstehen
Moderne Sensorik ermöglicht heute interessante Einblicke in die eigene Schlafumgebung. Temperatur-, Feuchte- und Luftdrucksensoren liefern wertvolle Daten zu den Bedingungen während der Nacht. In Verbindung mit geeigneten Auswerteverfahren lassen sich Trends und Auffälligkeiten erkennen, die mit der Schlafqualität zusammenhängen können.
In meinem neuen Buch MicroPython – Das Handbuch für Maker und IoT-Development stelle ich unter anderem einen Schlafmonitor vor, der Umgebungsdaten erfasst und die Ergebnisse mithilfe künstlicher Intelligenz bewertet. Die Auswertungen werden anschließend automatisch über Telegram bereitgestellt (siehe Abbildung). Dadurch erhält der Anwender eine kompakte Einschätzung der nächtlichen Bedingungen.
Der vorgestellte Monitor konzentriert sich bewusst auf die Erfassung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, eCO2 und TVOC. Die Lösung ist jedoch modular aufgebaut und kann bei Bedarf um weitere Sensoren erweitert werden. Denkbar sind beispielsweise Messungen von Lichtverhältnissen, Geräuschpegeln u.a.m.
Fazit
Guter Schlaf hängt nicht allein von der Schlafdauer ab. Die Qualität der Schlafumgebung hat einen erheblichen Einfluss auf die nächtliche Erholung. Wer Temperatur, Luftfeuchtigkeit und weitere Umweltfaktoren im Blick behält, kann die Bedingungen im Schlafzimmer gezielt optimieren.
Für Technikinteressierte bieten Mikrocontroller und moderne Sensoren spannende Möglichkeiten, die eigene Schlafumgebung besser zu verstehen. Mein neues Buch zum Thema MicroPython, das Anfang August im Rheinwerk-Verlag erscheint, zeigt anhand praxisnaher Projekte, wie sich solche intelligenten Mess- und Auswertungssysteme realisieren lassen.
Aufbau eines BLE-Netzwerks für diverse Umwelt-Sensoren
Ziel des Projekts ist der Aufbau eines skalierbaren, extrem stromsparenden Sensor-Netzwerks zur Überwachung von Umgebungsdaten. Der NanoBeacon IN100 SoC von InPlay Inc. kommt im SparkFun NanoBeacon Board – IN100 und im DFRobot Fermion BLE Sensor Beacon zum Einsatz.
Das SparkFun NanoBeacon Board – IN100 kann durch Sensoren mit einem QWIIC-Interface erweitert werden. Beim Einsatz der Fermion-Baureihe von DFRobot können verschiedene Sensoren (u.a. LM35, SHT40, SGP40) direkt mit dem Fermion BLE Sensor Beacon kontaktiert werden.
In beiden Fällen ist eine drahtlose Vernetzung der so gestalteten BLE-Sensoren möglich. Die übermittelten Daten können von einem zentralen ESP32-Gateway ausgewertet und zur Langzeitanalyse an eine IoT-Plattform übermittelt werden.
Ich verwende MicroPython für die Programmierung des ESP32-Gateways. Auf der Sensor-Seite kommt der Fermion BLE Sensor Beacon zum Einsatz. Datacake dient in bewährter Weise als IoT-Plattform.
Systemarchitektur & Datenfluss
Das System nutzt eine dreistufige Architektur, um maximale Effizienz und Reichweite zu erzielen:
Sensor-Knoten (Edge): Mehrere Fermion BLE-Module fungieren als eigenständige Sender (Beacons). Sie erfassen analoge Signale (z-B. LM35) sowie digitale I²C-Daten (z.B. SHT40 für Feuchte/Temp, SGP40 für Luftqualität). Die Daten werden ohne festes Pairing direkt in die BLE Manufacturer Data (Advertising-Pakete) eingebettet.
Zentral-Gateway (Processing): Ein ESP32 scannt unter MicroPython kontinuierlich das BLE-Spektrum. Er identifiziert die Fermion-Knoten anhand ihrer IDs, extrahiert die Rohdaten aus den Manufacturer-Bytes und berechnet die physikalischen Einheiten. Die aktuellen Messwerte werden unmittelbar auf einem OLED-Display (SSD1306) am ESP32 angezeigt.
Visualisierung der aufbereiteten Daten und via MQTT an das Datacake-Dashboard versendeten Daten, wo sie für Monitoring, Alarme und Historien-Analysen zur Verfügung stehen.
Besondere Merkmale
Ultra-Low Power: Durch den Verzicht auf eine dauerhafte BLE-Verbindung (Broadcasting) erreichen die Sensor-Knoten Batterielaufzeiten im Bereich von Monaten bis hin zu Jahren.
Skalierbarkeit: Das System kann problemlos um weitere Knoten ergänzt werden, da der ESP32 als passiver Empfänger eine Vielzahl von Sendern gleichzeitig verarbeiten kann.
Robustheit: Die Trennung von Erfassung (Fermion) und Verarbeitung (ESP32/Cloud) ermöglicht einen stabilen Betrieb auch in komplexen Umgebungen.
Aufbau eines Sensor-Knotens
Der Fermion BLE Sensor Beacon ist ein drahtloser Beacon, der Sensordaten über Bluetooth sendet. Ein integrierter 11-Bit-ADC kann zur Erfassung analoger Messwerte eingesetzt werden und über das I2C-Interface können Sensoren mit I²C-Interface ausgelesen werden. Auf die vom Beacon gesendeten Sensordaten kann innerhalb der Sendereichweite des Beacons mit Mobiltelefonen, Mikrocontrollern und anderen Geräten, die den BLE-Empfang unterstützen, zugegriffen werden.
Fermion BLE-Sensor-Beacons integrieren stromsparende Bluetooth 5.3-Technologie mit selbstkonfigurierbaren Datenformaten wie iBeacon, Eddystone, benutzerdefiniert und mehr. Die BLE-Sensor-Beacons können mit einer CR2032-Knopfzellenbatterie betrieben werden. Es stehen bis zu sechs konfigurierbare GPIOs zur Verfügung, die alternativ auch zu zwei unabhängigen I²C-Schnittstellen konfiguriert werden können.
Fermion BLE-Sensor-Beacon
Das Datenformat der Beacon-Übertragung, der Inhalt der Übertragung, das Übertragungsintervall usw. können über die grafische Benutzeroberfläche NanoBeacon Config Tool konfiguriert werden, ohne dass für die Fertigstellung eines Bluetooth-Beacons die Programmierung von Code erforderlich ist.
NanoBeacon Config Tool
Für einen ersten Versuch wurde der Beacon so konfiguriert, dass die interne Temperatur (Chiptemperatur) mit zwei Byte in den Manufacturer-Daten verankert wurde. Im NanoBeacon Config Tool ist das mit den Bytes 13 und 14 zu sehen,
Für die Visualisierung der empfangenen Daten verwende ich das nRF-Tool. Im folgenden Screenshot sind die Manufacturer-Daten markiert. Nach dem Hersteller-Code 0x0505 stehen die Bytes 0x0A3F = 2623D = 26.23°C. Von einem BLE-Scanner bzw. BLE-Gateway sind die übermittelten Daten nur noch zu parsen und jegliches Geheimnis ist gelüftet.
Manufacturer Data
Zu Beginn habe ich der Einfachheit halber einen XIAO-ESP32-C3 auf einem XIAO-Erweiterungsboard als BLE-Scanner eingesetzt. Installiert ist die aktuelle MicroPython-Firmware v1.27.
Die MicroPython-Anwendung scannt die Umgebung nach Bluetooth-Signalen, die von Geräten wie Smartwatches, Fitness-Trackern, Sensoren oder Beacons ausgesendet werden, und identifiziert alle BLE-Geräte in Reichweite, die im Advertising-Modus Signale aussenden. Sie misst die Signalstärke (RSSI) und ruft Metadaten, darunter auch die Manufacturer-Daten, ab. In den Manufacturer-Daten ist hier der Temperaturmesswert verankert. Auf dem OLED-Display des XIAO-Erweiterungsboards werden diese Daten schließlich zur Anzeige gebracht.
BLE-Gateway mit ESP32-C3
Für den Einsatz in Innenräumen eignet sich das RAKBox-B3-Gehäuse, da es für die Sensorik gut belüftet ist und ausreichend Schutz der Komponenten sichert.
RAKBox-B3 Indoor Enclosure
In der nächsten Projektphase wird das System um Fermion-Sensoren sowie kommerzielle BLE-Geräte ergänzt. Dabei entwickeln wir den BLE-Scanner zu einem BLE-MQTT-Gateway weiter, um die erfassten Daten zur Visualisierung an die Datacake-Plattform zu übertragen.
Parallel dazu arbeite ich an einem Fachbuch über MicroPython im IoT-Umfeld. Darin finden Sie – neben einer fundierten Einführung in MicroPython für gängige Mikrocontroller – praxisnahe Anwendungen auf Basis von WiFi, Ethernet, ESP-Now und BLE.
KI ist in unseren Alltag eingedrungen und hilft an der einen und anderen Stelle. Um KI zu nutzen ist es aber nicht erforderlich, vor dem PC zu sitzen und Kontakt mit einer KI-Plattform, wie ChatGPT, Gemini o.a. aufzunehmen, sondern kann bestimmt Aufgaben bereits mit Mikrocontrollern automatisieren.
So können Sie beispielsweise einen Prompt erstellen, der Ihnen beim Zubettgehen die zu erwartenden Strassenverhältnisse am kommenden Morgen abfragt o.ä.
Alles, was dazu erforderlich ist, zeigt die folgende Abbildung. Natürlich können Sie den ESP32-S2 noch mit einem Display ausstatten, damit die Antwort adäquat präsentiert wird.
Ich habe einen mit MicroPython ausgestatteten ESP32-S2 mit Gemini verbunden und kann eine Anfrage senden, die von Gemini beantwortet wird.
Für das bevorstehende Handballspiel D gegen DK habe ich die (nicht ganz ernstgemeinte) Frage nach dem Sieger gestellt. Die Antwort sehen Sie in der Ausgabe über die Console.
Ich werde mir das Spiel heute Abend anschauen.
Das Resultat war aus deutscher Sicht ernüchternd – Gratulation an Dänemark zu einer starken Leistung. #Handball #EM2026
Auch Gemini hat eine Meinung dazu, die sich bei mehrfachen Anfragen aber durchaus unterscheidet:
Cardputer ADV ist ein Controller im Kreditkartenformat, ausgestattet mit einem M5Stack Stamp-S3A-Coremodul (ESP32-S3FN8). Er verfügt über ein 1,14-Zoll-LCD und eine einfache Tastatur mit 56 Tasten. Der interne 1750-mAh-Lithium-Akku gewährleistet eine gute Akkulaufzeit. Ein 6-Achsen-Bewegungssensor BMI270, ein Infrarot-Sender, ein microSD-Slot sowie ein Grove-Anschluss bilden die Peripherie und ein EXT 2.54-14P-Erweiterungsbus ist zum Anschluss von Sensoren und anderen Peripheriegeräten vorgesehen.
Cardputer ADV
Beim Einsatz als Meshtastic-Knoten wird über diesen Erweiterungsbus ein Cap LoRa868 angeschlossen.
Cap LoRa868
Cap LoRa868 ist ein Erweiterungsmodul für LoRa- und GNSS-Kommunikation. Das LoRa-Modul basiert auf einem SX1262, ist mit einer externen SMA-Antenne ausgestattet und unterstützt das Frequenzband 868 MHz bis 923 MHz. Das GPS-Modul basiert auf einer AT6668-Lösung und verfügt über eine integrierte Keramikantenne. Es bietet Multisatellitenunterstützung – kompatibel mit GPS, BDS, GALILEO, GLONASS, QZSS und SBAS – für maximale Flexibilität.
Zur Installation der Meshtastic-Firmware ist es am einfachsten, den M5Burner von M5Stack zu verwenden. M5Burner ermöglicht Benutzern das einfache Flashen verschiedener Firmware-Versionen auf unterschiedliche Geräte. Cap LoRa868 sollte noch nicht installiert sein. Der M5Burner kann von der Website https://docs.m5stack.com/en/guide/lora/meshtastic/cardputer_adv heruntergeladen werden.
Nach der Installation des M5Burners kann die Meshtastic Firmware für den Cardputer ADV heruntergeladen und auf das Target übertragen werden. Die Details sind auf der o.a. Website beschrieben.
Ist die Meshtastic-Firmware installiert, meldet sich der neue Knoten, wie in der ersten Abbildung gezeigt, und kann in der üblichen Weise konfiguriert werden.
Die M5Stack UNIT-C6L ist ein LoRa-Kommunikationsgerät, bestehend aus dem Stamp C6LoRa-Modul mit dem RISC-V-Controller ESP32-C6. Integriert sind der LoRa-Transceiver SX1262 und RF-Schalter. Das Modul unterstützt den Frequenzbereich von 868 bis 923 MHz für eine robuste drahtlose Kommunikation.
Das User-Interface besteht aus einem 0,66″-OLED-Monochrom-Display mit einer Auflösung von 64 x 48 Pixeln, einer programmierbaren RGB-LED, einem Buzzer einem Benutzertaster.
Zwei SMA-Antennenanschlüsse für 2,4-GHz-WiFi 6 und LoRa ermöglichen eine hohe Leistung.
Mit der von M5Stack bekannten HY2.0-4P-Erweiterungsschnittstelle (Grove) und den LEGO-kompatiblen Befestigungslöchern können Sensoren oder Module einfach hinzugefügt werden.
M5Stack UNIT-C6L
Die Inbetriebnahme der UNIT-C6L erfolgt in der bei anderen Meshtastic-Modulen üblichen Weise. Eine schrittweise Anleitung ist hier zu finden.
Innerhalb weniger Minuten ist diese Meshtastic Node in Betrieb genommen. Die Firmware war mit v2.7.10 recht aktuell, dennoch habe ich v2.7.11 geflasht.
Die folgenden Abbildungen zeigen das doch recht kleine OLED-Display, was sicher noch einer weiteren Anpassung bedarf. In der ersten Abbildung ist zu sehen, dass für den hier geplanten stationären Einsatz mit festen Ortskoordinaten gearbeitet wird.
In der zweiten Abbildung sind Speicherauslastung und Firmware-Version zu sehen.
Die dritte Abbildung zeigt Messwerte eines am Grove-Anschluss angeschlossenen M5Stack ENV.II Sensors. Der alte Inhalt wird nicht sauber gelöscht.
Die vierte Abbildung zeigt die WiFi-Verbindung. Dass sie in meinem Fall 192.168.1.208 lautete, muss man allerdings auf anderem Weg ermitteln.
Mitteilungen werden erwartungsgemäss empfangen, jedoch kaum oder gar nicht sichtbar ausgegeben, wie die fünfte Abbildung verdeutlicht.
Die sechste Abbildung soll die aktuelle Zeit anzeigen. Hier war es 16:43 😉
Zumindest für die Anzeige der Uhrzeit habe ich eine mögliche Alternative gefunden.
Über die Fronttaste kann man die digitale Anzeige der Uhr durch eine analoge ersetzen. Wie die nebenstehende Abbildung zeigt, ist die Uhr auf diese Weise zumindest les- und damit nutzbar.
Bei zahlreichen Meshtastic Nodes mit OLED-Display wird ein 0,96″-Display mit einer Auflösung von 128 x 64 Pixeln verwendet. Die Firmware scheint auf diese Auflösung zugeschnitten zu sein, wie die folgenden Abbildung eines Heltec V3 zeigen.
Die M5Stack UNIT-C6L erfüllt, mit Ausnahme der Displayanzeigen, alle Erwartungen. Der Grove-Anschluss ist mit der seriellen Schnittstelle für den Anschluss einer GPS-Unit belegt. Sollen I2C-Sensoren da angeschlossen werden, muss die Firmware entsprechend angepasst werden.
Die Anpassung der Anzeigeninhalte an die geringere Auflösung des 0.66″-OLED-Displays war bereits eine Herausforderung und wird wahrscheinlich als Kompromiss so bestehen bleiben. Danke, Thomas Göttgens, für den hilfreichen Gedankenaustausch.
Ich möchte diese Meshtastic Node in einem geschützten Außenbereich zur Erfassung von Umweltdaten einsetzen. Das fehlerfreie Ablesen des Displays ist für diese Anwendung zweitrangig, zur Signalisation des Betriebszustands aber ganz brauchbar.
Der SensorHub von RAKwireless ist ein modulares System, bestehend aus einem Hauptteil und mehreren vorkonfigurierten Sensorsonden. Mit steckbaren und austauschbaren Sonden und der Möglichkeit, Sensoren von Drittanbietern zum System hinzuzufügen, ist der SensorHub eine geeignete und vielseitige Lösungsplattform für verschiedene IoT-Anwendungen, bei denen eine Umweltüberwachung im Freien erforderlich ist.
Der SensorHub kann je nach Anwendung und Einsatzort mit nicht wiederaufladbaren oder solarbetriebenen Batterien oder mit einer externen Stromversorgung arbeiten.
Wenn Sie mit dem SensorHub eine autonom arbeitende IoT-Anwendung implementieren wollen, dann finden Sie in meinem eBook zum SensorHub weitere Anregungen.
Der Frühling beginnt und damit steigt unser Wohlbefinden. Das Frühlingslicht steigert die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin.
Pünktlich zu genau dieser Zeit bekommt der Meshtastic-Enthusiast mit der Firmware V2.6 die Meshtastic UI oder kurz MUI, die erste Version der brandneuen Benutzeroberfläche für Standalone-Geräte. Außerdem beinhaltet diese Firmware Version einen völlig neuen Routing-Algorithmus für Direktnachrichten.
Dieser als Next-Hop Routing for Direct Messages bezeichnete Routing-Algorithmus wird hier beschrieben. Da der Ansatz rückwärts-kompatibel ist, kann die Firmware der Knoten des Netzwerks sukzessive aktualisiert werden. Je mehr Knoten im Netzwerk aktualisiert sind, desto mehr werden Sie vom besseren Routing profitieren.
Von der Meshtastic UI können Sie sofort profitieren, weshalb ich diese hier auch vorstellen möchte.
Das MUI ist mit den folgenden Meshtastic-Geräten kompatibel:
Standalone LoRa Devices mit ESP32-S3 und a TFT Display: LilyGo T-Deck, Seeed SenseCAP Indicator, unPhone, PICOmputer, Elecrow 5″/7″ (experimental)
Kundenspezifische Geräte mit ESP32-S3, mit serieller Verbindung zu einem LoRa Transmitter: T-HMI, Mesh-Tab, „Replicator“ (ESP-4848S040), Makerfabs 4″
Embedded Linux Devices mit SPI/I2C and GPIOs: Raspberry Pi, Milk-V oder LuckFox mit TFT SPI und LoRa Hat
Linux Native Setups: PC mit Meshstick oder SIMRadio Simulation und X11 MUI
Ich konzentriere mich hier auf das LilyGo T-Deck PLus, dessen Erweiterung für mich sehr überzeugend ist.
Der Webflasher präsentiert sich nach Selektion der aktuellen Alpha-Version V2.6.4 in leicht abgeänderter Form. Die Auswahl des MUI ist nun möglich.
Auswahl des Meshtastic UI im WebFlasher
Nach dem Flashen der Firmware V2.6.4 kann das T-Deck Plus normal gestartet werden. Der Bootvorgang dauert etwas länger und nach dem Startscreen meldet sich das MUI mit dem Homescreen:
Homescreen oberer Teil
Homescreen unterer Teil
Im Homescreen sind bereits wesentliche Statusinformationen zu sehen:
Anzahl neuer Nachrichten
Zahl der Nodes online
Datum und Uhrzeit
LoRa Kanal
Güte des Kommunikationskanals (SNR und RSSI)
Akustisches Signal beim Eintreffen einer neuen Nachricht
GPS-Daten
Status der SD-Card (wird für das Kartenmaterial benötigt)
Die Liste der Nodes zeigt der folgende Menupunkt. Hier sind gleichzeitig Informationen zum jeweiligen Node zu sehen.
Liste der Nodes
Im nächsten Menupunkt sind die Channels gelistet. Ich arbeite hier nur mit dem Primary Channel. Wählt man diesen aus, dann werden die dort erhaltenen Nachrichten sichtbar.
Liste der Kanäle
Nachrichtem im betreffenden Kanal
Der folgende Menupunkt zeigt eine Location Map, das ist die Anordnung der empfangenen Nodes in einer Kartendarstellung.
Das hier verwendete Map Tile Starter Kit enthält eine Grundausstattung an Karten in verschiedenen Stilen für Meshtastic UI-fähige Geräte mit SD-Kartenunterstützung. Jede Zip-Datei enthält die Zoomstufen 1 – 6 der Erdoberfläche, sodass Sie herauszoomen und sehen können, in welches Land Sie gebeamt wurden. Wählen Sie eine Zoomstufe größer 6, dann ist keine Kartendarstellung mehr vorhanden.
Kartendarstellung Zoom Level 6
„Kartendarstellung“ Zoom Level 7
Die Kartenkacheln liegen im .png-Format mit einer Größe von 256×256 Pixel und den Zoomstufen 1 – 20 vor, wobei 1 die gesamte Erde und 20 ein mittelgroßes Gebäude darstellt.
Der letzte Menupunkt betrifft die Settings und Tools. Über die Settings kann das Meshtastic Device komplett konfiguriert werden. Bei den Tools stehen Mesh Detector, Signal Scanner, Trace Route, Statistics und Packet Log zur Verfügung.
Settings
Tools
Die folgenden Screenshots zeigen Mesh Detector, Signal Scanner und Trace Route. Mit dem Mesh Detector können Nodes in der Umgebung gesucht werden. Der Signal Scanner zeigt SNR und RSSI für die gewählte Verbindung an und Trace Route listet den Verbindungsweg von der Quelle zum Ziel.
Mesh Detector
Signal Scanner
Trace Route
Mit dem MUI wird aus dem LilyGo T-Deck Plus ein wirklich autonom arbeitender Meshtastic Knoten, der keine Verbindung zu einem Mobilphone mehr benötigt.
In der Zwischenzeit habe ich die V2.6.4 auch auf einem SenseCAP Indicator installiert. Das Gerät verfügt über keine Tastatur, doch mit dem Soft-Keyboard können die Eingaben recht ordentlich vorgenommen werden.