Schlagwort-Archive: Hardware

Walter – das kompakte IoT-Modul

Das belgische Unternehmen DPTechnics BV bietet eine Reihe von IoT-Bauteinen an, zu denen ein bemerkenswertes Board namens Walter gehört. Das Controllerboard ist ein „Open-Source-Multifunk-IoT-System-on-Module“, das einen ESP32-S3-Mikrocontroller mit einem LTE-M/NB-IoT-Modem und einem GNSS-Empfänger kombiniert.

Walter Board

In einem in der Zeitschrift Elektor Heft 07/08 2026 S. 28-33 veröffentlichten Beitrag wird gezeigt, wie einfach sich damit Messwerte von angebundenen Sensoren visualisieren lassen.

In einem zweiten Teil dieses Beitrags wird der Zugriff auf Wetter- und Datendienste im Internet beschrieben.


2026-07-29/CK

Intelligente Lüftungsampel für heiße Tage

In den vergangenen Wochen haben die Temperaturen vielerorts wieder die 30-Grad-Marke überschritten.

Wer keine Klimaanlage besitzt, kennt das Problem: Bereits am Vormittag wird es in der Wohnung unangenehm warm, und am Nachmittag stellt sich immer wieder die gleiche Frage:

Soll ich jetzt das Fenster öffnen oder lieber geschlossen halten?

Viele Menschen lüften nach Gefühl oder weil „frische Luft“ grundsätzlich als gut empfunden wird. An heißen Sommertagen kann das jedoch genau das Gegenteil bewirken: Ist die Außenluft wärmer als die Raumluft, gelangt zusätzliche Wärme ins Gebäude und die Räume heizen sich noch schneller auf.

Eigentlich ist die Entscheidung ganz einfach: Gelüftet werden sollte nur dann, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Innentemperatur. Doch wer läuft schon ständig mit zwei Thermometern zwischen Wohnung und Garten oder Balkon hin und her?

Genau hier setzt das Projekt der intelligenten Lüftungsampel an. Zwei kleine Funkknoten messen kontinuierlich die Innen- und Außentemperatur und zeigen auf einen Blick an, ob Lüften sinnvoll ist oder ob die Fenster besser geschlossen bleiben sollten.

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Elecrow CrowPanel Advance HMI – eine Plattform für viele Funkstandards

Wer nach einer flexiblen IoT-Plattform sucht, die sich nicht auf einen einzigen Funkstandard festlegt, sollte sich das CrowPanel Advance HMI ansehen. Das Besondere an diesem Gerät ist nämlich nicht nur das brillante Touchdisplay oder der leistungsstarke ESP32-S3, sondern vor allem das modulare Funkkonzept.

Ein Display für alle Fälle

Das CrowPanel Advance HMI 3.5″ kombiniert einen ESP32-S3 mit einem 3,5-Zoll-IPS-Touchscreen im Format 480 × 320 Pixel. Das große Display bietet ausreichend Platz für komplexe Benutzeroberflächen, Statusanzeigen, Sensordaten oder Kartenansichten. Im Vergleich zu den oft verwendeten kleinen OLED-Displays wirkt die Bedienung deutlich komfortabler.

CrowPanel Advance HMI gibt es in den Grössen 10″, 7″, 5″, 4.3″, 3.5″ und 2.8″.

Doch das eigentliche Highlight befindet sich auf der Rückseite.

CrowPanel Advance HMI 3.5″ Rückseite
Funktmodule

Funkmodule nach Bedarf austauschen

Während viele Entwicklungsboards bereits auf einen bestimmten Funkstandard festgelegt sind, verfolgt Elecrow einen anderen Ansatz. Die Funkkommunikation erfolgt über austauschbare Module. Dadurch kann dieselbe Hardwareplattform für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden.

Je nach Projekt lassen sich beispielsweise Module für folgende Technologien einsetzen: LoRa, Zigbee, Thread, Matter, WiFi HaLow und weitere zukünftige Funkstandards

Statt für jedes Projekt neue Hardware zu kaufen, genügt häufig ein Wechsel des Kommunikationsmoduls.

Meshtastic als praktisches Beispiel

Ein besonders interessantes Einsatzgebiet ist Meshtastic. Hier wird ein LoRa-Modul auf Basis des SX1262 eingesetzt. Nach dem Flashen der Meshtastic-Firmware verwandelt sich das CrowPanel in einen vollwertigen Mesh-Knoten.

Gerade bei Meshtastic zeigt sich der Vorteil des großen Displays:

  • Nachrichten sind komfortabel lesbar.
  • Node-Informationen können übersichtlich dargestellt werden.
  • Karten und Positionsdaten profitieren von der größeren Anzeigefläche.
  • Die Touchbedienung ermöglicht eine intuitive Nutzung direkt am Gerät.

Das CrowPanel wird damit zu einer Art mobilen Meshtastic-Terminal, ohne dass zusätzliche Smartphones oder Tablets zwingend erforderlich sind.

Mehr als nur Meshtastic

Interessant wird die Plattform vor allem dann, wenn sich die Anforderungen ändern.

Heute dient das CrowPanel vielleicht als Meshtastic-Knoten im LoRa-Netzwerk. Morgen könnte dasselbe Gerät durch Austausch des Funkmoduls Teil eines Zigbee-Smart-Home-Systems werden oder als Matter-Gateway fungieren.

Dadurch eignet sich das CrowPanel besonders für Maker, IoT-Entwickler, als Experimentierplattform und für Schulungs- und Lernumgebungen

Antenne im Praxistest

Beim Einsatz als Meshtastic-Node wird sich noch zeigen müssen, wie gut die mitgelieferte LoRa-Antenne performt. Das modulare Konzept überzeugt bereits jetzt, die tatsächliche Funkreichweite hängt jedoch maßgeblich von der Qualität der Antenne und den lokalen Gegebenheiten ab. Hier stehen noch ausführliche Feldtests aus.

Fazit

Das CrowPanel Advance 3.5″ ist weniger ein klassisches Meshtastic-Gerät als vielmehr eine vielseitige Kommunikationsplattform. Meshtastic dient dabei als anschauliches Beispiel dafür, wie flexibel sich das System einsetzen lässt.

Der eigentliche Mehrwert liegt in den austauschbaren Funkmodulen. Wer gerne mit verschiedenen Technologien experimentiert oder eine Hardwarebasis für unterschiedliche IoT-Projekte sucht, erhält mit dem CrowPanel eine ungewöhnlich flexible Lösung. Das große IPS-Touchdisplay und der leistungsstarke ESP32-S3 runden das Gesamtpaket ab und machen das Gerät zu weit mehr als nur einem weiteren LoRa-Node.


2026-06-06/CK

Smart Environmental Monitoring

Aufbau eines BLE-Netzwerks für diverse Umwelt-Sensoren

Ziel des Projekts ist der Aufbau eines skalierbaren, extrem stromsparenden Sensor-Netzwerks zur Überwachung von Umgebungsdaten. Der NanoBeacon IN100 SoC von InPlay Inc. kommt im SparkFun NanoBeacon Board – IN100 und im DFRobot Fermion BLE Sensor Beacon zum Einsatz.

Das SparkFun NanoBeacon Board – IN100 kann durch Sensoren mit einem QWIIC-Interface erweitert werden. Beim Einsatz der Fermion-Baureihe von DFRobot können verschiedene Sensoren (u.a. LM35, SHT40, SGP40) direkt mit dem Fermion BLE Sensor Beacon kontaktiert werden.

In beiden Fällen ist eine drahtlose Vernetzung der so gestalteten BLE-Sensoren möglich. Die übermittelten Daten können von einem zentralen ESP32-Gateway ausgewertet und zur Langzeitanalyse an eine IoT-Plattform übermittelt werden.

Ich verwende MicroPython für die Programmierung des ESP32-Gateways. Auf der Sensor-Seite kommt der Fermion BLE Sensor Beacon zum Einsatz. Datacake dient in bewährter Weise als IoT-Plattform.

Systemarchitektur & Datenfluss

Das System nutzt eine dreistufige Architektur, um maximale Effizienz und Reichweite zu erzielen:

  • Sensor-Knoten (Edge): Mehrere Fermion BLE-Module fungieren als eigenständige Sender (Beacons). Sie erfassen analoge Signale (z-B. LM35) sowie digitale I²C-Daten (z.B. SHT40 für Feuchte/Temp, SGP40 für Luftqualität). Die Daten werden ohne festes Pairing direkt in die BLE Manufacturer Data (Advertising-Pakete) eingebettet.
  • Zentral-Gateway (Processing): Ein ESP32 scannt unter MicroPython kontinuierlich das BLE-Spektrum. Er identifiziert die Fermion-Knoten anhand ihrer IDs, extrahiert die Rohdaten aus den Manufacturer-Bytes und berechnet die physikalischen Einheiten. Die aktuellen Messwerte werden unmittelbar auf einem OLED-Display (SSD1306) am ESP32 angezeigt.
  • Visualisierung der aufbereiteten Daten und via MQTT an das Datacake-Dashboard versendeten Daten, wo sie für Monitoring, Alarme und Historien-Analysen zur Verfügung stehen.

Besondere Merkmale

  • Ultra-Low Power: Durch den Verzicht auf eine dauerhafte BLE-Verbindung (Broadcasting) erreichen die Sensor-Knoten Batterielaufzeiten im Bereich von Monaten bis hin zu Jahren.
  • Skalierbarkeit: Das System kann problemlos um weitere Knoten ergänzt werden, da der ESP32 als passiver Empfänger eine Vielzahl von Sendern gleichzeitig verarbeiten kann.
  • Robustheit: Die Trennung von Erfassung (Fermion) und Verarbeitung (ESP32/Cloud) ermöglicht einen stabilen Betrieb auch in komplexen Umgebungen.

Aufbau eines Sensor-Knotens

Der Fermion BLE Sensor Beacon ist ein drahtloser Beacon, der Sensordaten über Bluetooth sendet. Ein integrierter 11-Bit-ADC kann zur Erfassung analoger Messwerte eingesetzt werden und über das I2C-Interface können Sensoren mit I²C-Interface ausgelesen werden. Auf die vom Beacon gesendeten Sensordaten kann innerhalb der Sendereichweite des Beacons mit Mobiltelefonen, Mikrocontrollern und anderen Geräten, die den BLE-Empfang unterstützen, zugegriffen werden.

Fermion BLE-Sensor-Beacons integrieren stromsparende Bluetooth 5.3-Technologie mit selbstkonfigurierbaren Datenformaten wie iBeacon, Eddystone, benutzerdefiniert und mehr.
Die BLE-Sensor-Beacons können mit einer CR2032-Knopfzellenbatterie betrieben werden. Es stehen bis zu sechs konfigurierbare GPIOs zur Verfügung, die alternativ auch zu zwei unabhängigen I²C-Schnittstellen konfiguriert werden können.

Fermion BLE-Sensor-Beacon

Das Datenformat der Beacon-Übertragung, der Inhalt der Übertragung, das Übertragungsintervall usw. können über die grafische Benutzeroberfläche NanoBeacon Config Tool konfiguriert werden, ohne dass für die Fertigstellung eines Bluetooth-Beacons die Programmierung von Code erforderlich ist.

NanoBeacon Config Tool

Für einen ersten Versuch wurde der Beacon so konfiguriert, dass die interne Temperatur (Chiptemperatur) mit zwei Byte in den Manufacturer-Daten verankert wurde. Im NanoBeacon Config Tool ist das mit den Bytes 13 und 14 zu sehen,

Für die Visualisierung der empfangenen Daten verwende ich das nRF-Tool. Im folgenden Screenshot sind die Manufacturer-Daten markiert. Nach dem Hersteller-Code 0x0505 stehen die Bytes 0x0A3F = 2623D = 26.23°C. Von einem BLE-Scanner bzw. BLE-Gateway sind die übermittelten Daten nur noch zu parsen und jegliches Geheimnis ist gelüftet.

Manufacturer Data

Zu Beginn habe ich der Einfachheit halber einen XIAO-ESP32-C3 auf einem XIAO-Erweiterungsboard als BLE-Scanner eingesetzt. Installiert ist die aktuelle MicroPython-Firmware v1.27.

Die MicroPython-Anwendung scannt die Umgebung nach Bluetooth-Signalen, die von Geräten wie Smartwatches, Fitness-Trackern, Sensoren oder Beacons ausgesendet werden, und identifiziert alle BLE-Geräte in Reichweite, die im Advertising-Modus Signale aussenden. Sie misst die Signalstärke (RSSI) und ruft Metadaten, darunter auch die Manufacturer-Daten, ab. In den Manufacturer-Daten ist hier der Temperaturmesswert verankert. Auf dem OLED-Display des XIAO-Erweiterungsboards werden diese Daten schließlich zur Anzeige gebracht.

BLE-Gateway mit ESP32-C3

Für den Einsatz in Innenräumen eignet sich das RAKBox-B3-Gehäuse, da es für die Sensorik gut belüftet ist und ausreichend Schutz der Komponenten sichert.

RAKBox-B3 Indoor Enclosure

In der nächsten Projektphase wird das System um Fermion-Sensoren sowie kommerzielle BLE-Geräte ergänzt. Dabei entwickeln wir den BLE-Scanner zu einem BLE-MQTT-Gateway weiter, um die erfassten Daten zur Visualisierung an die Datacake-Plattform zu übertragen.

Parallel dazu arbeite ich an einem Fachbuch über MicroPython im IoT-Umfeld. Darin finden Sie – neben einer fundierten Einführung in MicroPython für gängige Mikrocontroller – praxisnahe Anwendungen auf Basis von WiFi, Ethernet, ESP-Now und BLE.


2026-02-22/CK

Badger2350: Das stromsparende eInk-Badge für smarte IoT-Displays

Der Badger2350 von Pimoroni ist ein kompaktes, stromsparendes eInk-Badge-Board, das speziell für portable Anzeigen und langlebige IoT-Projekte entwickelt wurde. Statt auf hohe Rechenleistung oder Multimedia setzt die Hardware konsequent auf Effizienz, gute Lesbarkeit und extrem niedrigen Energieverbrauch – Eigenschaften, die in vielen Maker- und IoT-Szenarien entscheidend sind.

Durch das integrierte eInk-Display lassen sich Informationen dauerhaft anzeigen, ohne kontinuierlich Strom zu verbrauchen. In Kombination mit einfacher Programmierung in MicroPython, einer aktiven Entwickler-Community und zahlreichen Beispielprojekten eignet sich das Board sowohl für schnelle Prototypen als auch für produktive Anwendungen. Ob Statusanzeigen im Smart Home, digitale Labels oder batteriebetriebene Sensorstationen – der Badger2350 ist besonders dort interessant, wo Informationen sichtbar bleiben sollen, ohne dass ständig Energie fließt.

Pimoroni Badger2350

Badger2350 baut auf der folgenden Hardware auf:

  • 2.7″ eInk-Display mit 264 x 176 Pixeln und vier Graustufen
  • Raspberry Pi RP2350A (Dual Arm Cortex M33 @ 250 MHz mit 520 KB 0SRAM)
  • 16 MB Flash, 8 MB PSRAM
  • Raspberry Pi RM2 module (CYW43439) für IEEE 802.11 b/g/n WLAN & BT
  • 1000mAh LiPo battery:
  • PCF85063A RTC für WakeUp von Sleep
  • Polycarbonate case
  • 4-zone mono LED case lighting
  • Buttons: 5 User, Reset & Home
  • Connectors: USB-C zur Spannungsversorgung und Programm-Upload, I2C-Connector (Qwiic/STEMMA QT)

Für die Programmierung in MicroPython bietet Pimoroni eine spezielle Firmware an, die unter https://badgewa.re/docs beschrieben ist.

Die Firmware ist neu (https://github.com/pimoroni/badger2350) und die Dokumentation noch in Arbeit. Das gilt es zu berücksichtigen.

Ich habe einen ersten Test unternommen, um mit uname() dem System Informationen zu entlocken und das Programm in den bestehenden Launcher einzubinden.

Menu mit zusätzlicher App
App uname

Wie Sie aus den beiden Abbildungen sehen, hat das der Dokumentation folgend auch alles funktioniert. Eine App kann in den Launcher eingebunden werden und dann von da aufgerufen werden, oder aber als main.py als eigenständige App arbeiten. Ich habe hier den ersten Weg gewählt.

Mir den Möglichkeiten, die der Badger2350 bietet, sind Anwendungen aus den folgenden Bereichen denkbar:

  • Monitoring von Umweltdaten mit lokalem Statusdisplay
  • Solarbetriebene Sensorstationen
  • Energieverbrauch (z. B. PV-Ertrag oder Stromzählerdaten)
  • MQTT-Dashboard für wichtige Zustände
  • Inventar-Tracking mit QR-Code auf eInk
  • Statusanzeigen für Funk-Gateways
  • u.a.m.

Der Badger2350 überzeugt vor allem durch seine klare Ausrichtung auf stromsparende Anzeige- und IoT-Anwendungen. Seine Stärken spielt das Board überall dort aus, wo Daten selten aktualisiert werden, aber dauerhaft sichtbar sein sollen: Statusanzeigen, Sensordashboards, digitale Labels oder portable Informationssysteme sind typische Einsatzfelder. Weniger geeignet ist es dagegen für grafikintensive Anwendungen oder Projekte mit schnellen Display-Updates.


2026-02-14/CK

LilyGO T-Deck Pro Meshtastic

Zur Komplettierung meiner Sammlung von Meshtastic Nodes habe ich bei LilyGO die LilyGO T-Desk Pro Meshtastic Node bestellt.

Die Lieferung liess nicht lange auf sich warten und ich packte erwartungsfroh die Sendung aus. Was ich fand war eine 915 MHz Version, die meine Stimmung erstmal trübte.

Ob ich den Fehler bei der Bestellung gemacht habe oder der Lieferant bei der Bearbeitung, kann ich nicht sagen. Eine Meldung bei LilyGO blieb unbeantwortet. Was nun?

Eine Anfrage in verschiedenen Foren brachte mir Antworten von einfach Firmware auf EU_868 konfigurieren bis hin zu geht überhaupt nicht, weil Frequenzen nicht passen.

Ein Blick in das Schaltbild des LilyGO T-Deck Pro zeigt, dass die Optionen des Antenna Match Networks kaum genutzt sind und möglicherweise mit der nicht optimalen Anpassung gelebt werden kann.
Die Aussagen in der TI Design Note DN038 lassen das ebenfalls vermuten.

Also habe ich es auf dem brutalen Weg versucht und ohne Hardwareanpassungen nur die Firmware auf EU_868 eingestellt.

In den Screenshots zeigt sich, dass hier 97 Nodes online sind und offenbar die Anpassung der Firmware bereits zum Ziel geführt hat. Ob ein solches Vorgehen im Allgemeinen funktioniert, wage ich damit nicht zu sagen. Hier hat es funktioniert.


2025-10-02/CK

NFN-Solarnode im Test

Das Notfunk Netzwerk (NFN) ist eine Gruppe von Funkamateuren, CB-Funkern, IT-Fachkräften sowie Feuerwehrmännern, die daran arbeiten, ein flächendeckendes Notfunknetzwerk (Meshtastic) in Zusammenarbeit von Liegenschaften und Grundstückseigentümern in der Schweiz aufzubauen.

Im Ernstfall kann die Kommunikation dezentral über dieses Netzwerk erfolgen – Für JEDERMANN.

Um eine landesweite Erreichbarkeit zu gewährleisten, sind selbst hergestellte und autark arbeitende Solar-Nodes an hohen Standorten unerlässlich.

Im Januar 2025 wurde mit dem Aufbau des Netzwerks in der Zentralschweiz begonnen.

Die Nodes des NFN sind mit den folgenden Bezeichnungen NFN-631#1-1 / Web-SDR.ch erkennbar. Es bedeuten: NFN = Notfunk Netzwerk, 631 = die ersten drei Zahlen der PLZ, # dient als Platzhalter, 1 – 1= Username – Device Nr von diesem User.

Somit ist zu sehen, dass im Gebiet von der PLZ 631x von User 1, der erste Node zu sehen ist.

Dass der Ausbau im Gange ist, zeigen die von mir in Altendorf SZ empfangenen Nodes aus dem NFN-Mesh.

NFN Nodes

Die derzeitige aktiven Client–Solar-Nodes sind unter https://meshtastic.web-sdr.ch/ gelistet. Außerdem sind auf dieser Website Bauvorschläge für eigene Nodes veröffentlicht.

Das 3. Modell der dort gelisteten Vorschläge wurde mir dankenswerterweise vom NFN zum Test zur Verfügung gestellt.

NFN Solar Node

Auf der Webseite: https://www.printables.com/model/859422-rak-4631-meshtastic-node/comments ist der Bauvorschlag zu sehen und unter MAKES, können die bereits veröffentlichten Ausdrucke angesehen werden. Ein Nachbau ist durchaus erwünscht.

Das Gehäuse ist mit genügend Bauraum für die Installation des Controllerboards für die Node, Sensorboards für Spannungs– und Temperaturmessung und einen MPPT Solarregler ausgestattet. Die Antenne wird über einen wetterfesten N-Type-Anschluss verbunden. Eingesetzt wurden hier eine 10’000 mAh LiPo-Batterie und ein Waveshare Solar Panel (5.5V 6W).

Bauraum für die Installation von Node, Sensoren und Batterie

Schon beim Auspacken zeigte sich, dass die Solarzelle bereits auf Glühlampenlicht reagierte, was eine ordentliche Effektivität versprechen sollte.

Für den Test günstig ist die anfängliche Pause des fast sommerlichen Wetters. Der Test beginnt an einem trüben Tag, praktisch ohne Sonne. Am 10.05.25 lässt sich erstmals die Sonne wieder sehen und es geht relativ ausgeglichen weiter. Die Grafik zeigt die Resultate des Tests vom 7.05. bis 19.05.2025.

Fazit:

Für eine autark arbeitende Solarnode ist der Stromverbrauch der Node selbst von absoluter Bedeutung. Folgerichtig kam in der NFN-Node ein nRF52840 basierendes RAK4631-Modul von RAKwireless zum Einsatz.

Ein Li-Ion Akku mit einer Kapazität von 10’000 mAh deckt die Phasen ohne ausreichend Sonnenlicht ab, was hier aber nicht ausgereizt wurde.

Das Solarpanel war überraschend effektiv und selbst bei nicht so sonnigen Tagen wurde die Batterie nachgeladen.

Die Verwendung der hier beschriebene Solarnode vom Notfunk Netzwerk im autarken Einsatz kann ich nach den Tests hier nur empfehlen. Die Daten zum Nachbau sind freigegeben, sodass diesem nichts entgegensteht.

Ich danke dem NFN für die Bereitstellung der Node, wodurch dieser Test erst möglich wurde.


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2025-05-23/CK

RAKwireless SensorHub in Betrieb seit 11/2023

Der SensorHub von RAKwireless ist ein modulares System, bestehend aus einem Hauptteil und mehreren vorkonfigurierten Sensorsonden. Mit steckbaren und austauschbaren Sonden und der Möglichkeit, Sensoren von Drittanbietern zum System hinzuzufügen, ist der SensorHub eine geeignete und vielseitige Lösungsplattform für verschiedene IoT-Anwendungen, bei denen eine Umweltüberwachung im Freien erforderlich ist.

Der SensorHub kann je nach Anwendung und Einsatzort mit nicht wiederaufladbaren oder solarbetriebenen Batterien oder mit einer externen Stromversorgung arbeiten.

Meine solarbetriebene Wetterstation läuft nach einem Update seit November 2023.

Wenn Sie mit dem SensorHub eine autonom arbeitende IoT-Anwendung implementieren wollen, dann finden Sie in meinem eBook zum SensorHub weitere Anregungen.


2025-05-02/CK

Meshtastic Solar Motherboard

Auf Basis des RAKwireless Coremoduls RAK4631 und der Baseboards RAK19007 bzw. RAK19003 kann sehr einfach ein solar-betriebener IoT-Knoten aufgebaut werden. Ich hatte im Beitrag Solar-betriebener LoRa-Knoten einen solchen Knoten für das LoRaWAN vorgestellt.

Die einzusetzenden Baseboards unterstützen zwar eine einfache Stromversorgung über ein Solarpanel, doch sollte wegen der höheren Stromaufnahme eines Meshtastic-Knotens die vom Solarpanel bereitgestellte Energie mit einem Solar-MPPT-Batteryloader optimal genutzt werden.

MPPT steht für „Maximum Power Point Tracking“ und bezeichnet die Nachführung des Punktes maximaler Leistung einer Solarzelle.

Vlastimil Slintak hat diesen Ansatz verfolgt und einen Solar-MPPT-Batteryloader für Li-Ion-, LiFePo4- oder LTO-Batterien mit einem RAK4630-Modul zu einem Meshtastic Solar Motherboard kombiniert (https://uart.cz/en/2534/solar-mppt-charger-for-meshtastic/). Das Board mit den Maßen 70 × 43 mm ermöglicht die Verwendung eines jeden Solarpanels mit einer Spannung von 7 bis 30 V und jeder Batterie mit einer Nennspannung von weniger als 5,6 V.

Unterstützt werden:

  • 1S Li-Ion und Li-Po-Batterie (Standard- und allgemein erhältliche Akkus, wahrscheinlich die am häufigsten verwendeten unter Meshtastic-Enthusiasten),
  • 1S LiFePo4 (gängige Batterien in Solaranlagen mit langer Lebensdauer und einer Kapazität von mehr als 100 Ah) oder
  • 1S und 2S Lithiumtitanatoxid, auch LTO genannt (Batterien, die auch im Winter bei Temperaturen unter -10 °C entladen und geladen werden können).

Das Board verfügt über Qwiic-Anschlüsse (SparkFun Qwiic bzw. Adafruit STEMMA) für I2C-Sensoren (z. B. Temperatur-, Feuchtigkeits- und Druckmessungen oder alle anderen von der Meshtastic-Firmware unterstützten Sensoren), einen USB-C-Anschluss (dieser wird nur für die Kommunikation verwendet, er ist nicht für die Stromversorgung der Platine vorgesehen) und eine RESET-Taste für einfache FW-Updates, zwei Signal-LEDs, einfachen Zugriff auf UART RX- und TX-Signale und eine SWD- Schnittstelle (Serial Wire Debug) für die FW-Entwicklung/das Debuggen und schließlich drei Befestigungslöcher für M3-Schrauben zur bequemen Montage der Leiterplatte in einer Box.

Hier ist das umfangreiche Datenblatt für das Meshtastic Solar Motherboard (https://pcb.uart.cz/datasheets/solar-node-revD-datasheet.pdf).

Sie finden das Meshtastic Solar Motherboard von Vlastimil im Lectronz-Onlineshop (https://lectronz.com/stores/uartcz).


2025-04-25/CK

Solar-betriebener Meshtastic-Knoten

Der im Blogpost Meshtastic – Erfassen, Versand und Visualisierung von Messwerten beschriebene Meshtastic-Knoten wird hier bezüglich der Stromaufnahme unter verschiedenen Umgebungsbedingungen untersucht.

Da das externe Sensormodul hinsichtlich der Stromaufnahme (noch) nicht optimiert ist, starte ich den Solartest ohne diesem Modul.

Eine Überschlagsrechnung zeigt, dass mit einem 5 V/3 W-Solarpanel und einem Li-Ion-Akku 18650 der Strombedarf gedeckt sein könnte. Die theoretische Laufzeit von ca. 3 Tagen ist für die Überbrückung einer Dunkelflaute allerdings knapp bemessen.

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