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Maduino GPRS A6

Maduino GPRS A6 ist ein kostengünstiger Netzwerkknoten für das IoT. Der Hersteller
Makerfabs mit Sitz in Shenzhen, China hat auf dem Board einen Mikrocontroller ATmega 328, ein GRRS/GSM-Modul AI-Thinker A6, ein und ein integriertes Power-Management integriert.

Maduino GPRS A6

Das GRPS/GSM-Modul A6 unterstützt Quad-Band 850/900/1800/1900 MHz, das jedes GSM-Netzwerk abdeckt. In Verbindung mit einer SIM-Karte können Daten über GPRS übertragen werden. In meinem Post 2G für IoT Anwendungen hatte ich hierzu entsprechende Hinweise gegeben.

Das Modul kann über die Arduino IDE programmiert werden. Im Wiki sind Hinweise zur Inbetriebnahme und Programmierung enthalten. Hinweise zu einem Firmware Update sind hier zu finden.

2G für IoT-Anwendungen

Bislang schon bereits für tot erklärt und mit Abschaltungsszenarien belegt, stellt das mittlerweile betagte 2G-Netz immer noch eine Alternative zu 3G/4G und 5G dar.

Dass ein schnelles Internet und damit 5G seine Bedeutung haben, ist keineswegs strittig. IoT Anwendungen mit geringem Datenvolumen und mglw. auch geringen Datenraten kommen aber mit deutlich weniger Ressourcen aus.

Vergleicht man die Netzabdeckung der deutschen Telekom, dann bietet auch das 4G-Netz noch Lücken, die das 2G-Netz nicht bietet. Bei den anderen Anbietern sieht das weniger erfreulich aus.

Netzabdeckung 4G Telekom

Kostengünstige GSM-Module sowie preiswerte und flexible IoT-Tarife lassen 2G für IoT-Anwendungen (M2M) durchaus interessant erscheinen.

Ich verwende für einen abgesetzten Temperatursensor einen Arduino Uno und ein SIM800L EVB.

SIM800L EVB am Arduino Uno

Alternativen sind z.B. Maduino GPRS oder das GSM Modul aus der M5Stack-Familie.

Auf die Software selbst möchte ich hier nicht eingehen. Programmbeispiele zum SMS-Versand und HTTP-Zugriff sind auf Github zu finden.

Ich verwende hier den Mobilfunkanbieter ThingsMobile, der sich ausschließlich dem IoT widmet und international aufgestellt ist.

Der SMS-Versand ist einfach und bequem, allerdings kostenmäßig nicht zu empfehlen. Ich sende den Temperaturmesswert über HTTP-GET alle 5 Minuten an den Thingspeak-Server zu Visualisierung. Die erhobenen Messwerte können über die URL abgegriffen werden. Der Sensor selbst liegt auf meinem Arbeitstisch, misst also nur die Raumtemperatur.

Interessant sind die entstehenden Kosten. Aus dem Thingsmobile Report für die vergangene Woche kann man die folgenden Daten entnehmen:

Report für KW15

Der Datenverkehr belief sich auf 2.19 MB, die € 0.22 gekostet haben. Der Auszug aus dem Detailreport gibt einen Überblick über die versendeten Daten. Die Datenpakete sind entweder 980 oder 1950 Byte, was zu 370 KB am Tag führt. Diese 370 KB kosten dann € 0.036.

Auszug aus dem Report für den 15.04.2019

Bei diesen Kosten kann aus meiner Sicht für so oder ähnlich angelegte IoT-Anwendungen bedenkenlos mit dem 2G-Netz gearbeitet werden.

IoT-Button

In den USA hat Amazon den Dash Button zum Kauf von dringend benötigten Waren eingeführt. Aber es gibt Alternativen. Zwei von ihnen sind bt.tn und flic.

bt.tn und flic sind an das Internet angeschlossene Taster, die vorbestimmte Aktionen auslösen können. Zusammen mit IFTTT können sie eine wachsende Zahl von Services aufrufen. Bezogen auf die Konnektivität unterscheiden sich bt.tn und flic aber.

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