Archiv der Kategorie: Raspberry Pi Pico

Es ist soweit – die Ankündigung ist da.

Python gehört schon seit Jahren zu den beliebtesten Programmiersprachen überhaupt. Die von Python zur Verfügung gestellten Eigenschaften stellen Anforderungen an die Hardware, die von Mikrocontrollern nicht ohne Weiteres erfüllt werden können. Ein PC kann das. Ein Raspberry Pi mit Linux als Betriebssystem kann das, ein Mikrocontroller wie ein Espressif ESP32, ein Nordic nRF52840, ein STM32 oder eines der verschiedenen Arduino-Boards hingegen nicht.

Das hat Damien P. George, einen Physiker und Softwareentwickler aus Cambridge (UK), im Jahr 2013 dazu bewogen, MicroPython zu entwickeln. Ziel der Entwicklung von MicroPython war, eine voll funktionsfähige, aber kompakte Version von Python 3 zu schaffen, die auf Mikrocontrollern (wie STM32, ESP8266, ESP32, RP2040 usw.) läuft.
Mit diesem Buch werden Sie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Python und MicroPython kennenlernen und schließlich in der Lage sein, mit MicroPython auf recht kleinen Mikrocontrollern zu arbeiten.


2026-05-07/CK

Badger2350: Das stromsparende eInk-Badge für smarte IoT-Displays

Der Badger2350 von Pimoroni ist ein kompaktes, stromsparendes eInk-Badge-Board, das speziell für portable Anzeigen und langlebige IoT-Projekte entwickelt wurde. Statt auf hohe Rechenleistung oder Multimedia setzt die Hardware konsequent auf Effizienz, gute Lesbarkeit und extrem niedrigen Energieverbrauch – Eigenschaften, die in vielen Maker- und IoT-Szenarien entscheidend sind.

Durch das integrierte eInk-Display lassen sich Informationen dauerhaft anzeigen, ohne kontinuierlich Strom zu verbrauchen. In Kombination mit einfacher Programmierung in MicroPython, einer aktiven Entwickler-Community und zahlreichen Beispielprojekten eignet sich das Board sowohl für schnelle Prototypen als auch für produktive Anwendungen. Ob Statusanzeigen im Smart Home, digitale Labels oder batteriebetriebene Sensorstationen – der Badger2350 ist besonders dort interessant, wo Informationen sichtbar bleiben sollen, ohne dass ständig Energie fließt.

Pimoroni Badger2350

Badger2350 baut auf der folgenden Hardware auf:

  • 2.7″ eInk-Display mit 264 x 176 Pixeln und vier Graustufen
  • Raspberry Pi RP2350A (Dual Arm Cortex M33 @ 250 MHz mit 520 KB 0SRAM)
  • 16 MB Flash, 8 MB PSRAM
  • Raspberry Pi RM2 module (CYW43439) für IEEE 802.11 b/g/n WLAN & BT
  • 1000mAh LiPo battery:
  • PCF85063A RTC für WakeUp von Sleep
  • Polycarbonate case
  • 4-zone mono LED case lighting
  • Buttons: 5 User, Reset & Home
  • Connectors: USB-C zur Spannungsversorgung und Programm-Upload, I2C-Connector (Qwiic/STEMMA QT)

Für die Programmierung in MicroPython bietet Pimoroni eine spezielle Firmware an, die unter https://badgewa.re/docs beschrieben ist.

Die Firmware ist neu (https://github.com/pimoroni/badger2350) und die Dokumentation noch in Arbeit. Das gilt es zu berücksichtigen.

Ich habe einen ersten Test unternommen, um mit uname() dem System Informationen zu entlocken und das Programm in den bestehenden Launcher einzubinden.

Menu mit zusätzlicher App
App uname

Wie Sie aus den beiden Abbildungen sehen, hat das der Dokumentation folgend auch alles funktioniert. Eine App kann in den Launcher eingebunden werden und dann von da aufgerufen werden, oder aber als main.py als eigenständige App arbeiten. Ich habe hier den ersten Weg gewählt.

Mir den Möglichkeiten, die der Badger2350 bietet, sind Anwendungen aus den folgenden Bereichen denkbar:

  • Monitoring von Umweltdaten mit lokalem Statusdisplay
  • Solarbetriebene Sensorstationen
  • Energieverbrauch (z. B. PV-Ertrag oder Stromzählerdaten)
  • MQTT-Dashboard für wichtige Zustände
  • Inventar-Tracking mit QR-Code auf eInk
  • Statusanzeigen für Funk-Gateways
  • u.a.m.

Der Badger2350 überzeugt vor allem durch seine klare Ausrichtung auf stromsparende Anzeige- und IoT-Anwendungen. Seine Stärken spielt das Board überall dort aus, wo Daten selten aktualisiert werden, aber dauerhaft sichtbar sein sollen: Statusanzeigen, Sensordashboards, digitale Labels oder portable Informationssysteme sind typische Einsatzfelder. Weniger geeignet ist es dagegen für grafikintensive Anwendungen oder Projekte mit schnellen Display-Updates.


2026-02-14/CK