M5Stack UNIT-C6L als Meshtastic Node

Die M5Stack UNIT-C6L ist ein LoRa-Kommunikationsgerät, bestehend aus dem Stamp C6LoRa-Modul mit dem RISC-V-Controller ESP32-C6. Integriert sind der LoRa-Transceiver SX1262 und RF-Schalter. Das Modul unterstützt den Frequenzbereich von 868 bis 923 MHz für eine robuste drahtlose Kommunikation.

Das User-Interface besteht aus einem 0,66″-OLED-Monochrom-Display mit einer Auflösung von 64 x 48 Pixeln, einer programmierbaren RGB-LED, einem Buzzer einem Benutzertaster.

Zwei SMA-Antennenanschlüsse für 2,4-GHz-WiFi 6 und LoRa ermöglichen eine hohe Leistung.

Mit der von M5Stack bekannten HY2.0-4P-Erweiterungsschnittstelle (Grove) und den LEGO-kompatiblen Befestigungslöchern können Sensoren oder Module einfach hinzugefügt werden.

M5Stack UNIT-C6L

Die Inbetriebnahme der UNIT-C6L erfolgt in der bei anderen Meshtastic-Modulen üblichen Weise. Eine schrittweise Anleitung ist hier zu finden.

Innerhalb weniger Minuten ist diese Meshtastic Node in Betrieb genommen. Die Firmware war mit v2.7.10 recht aktuell, dennoch habe ich v2.7.11 geflasht.

Die folgenden Abbildungen zeigen das doch recht kleine OLED-Display, was sicher noch einer weiteren Anpassung bedarf. In der ersten Abbildung ist zu sehen, dass für den hier geplanten stationären Einsatz mit festen Ortskoordinaten gearbeitet wird.

In der zweiten Abbildung sind Speicherauslastung und Firmware-Version zu sehen.

Die dritte Abbildung zeigt Messwerte eines am Grove-Anschluss angeschlossenen M5Stack ENV.II Sensors. Der alte Inhalt wird nicht sauber gelöscht.

Die vierte Abbildung zeigt die WiFi-Verbindung. Dass sie in meinem Fall 192.168.1.208 lautete, muss man allerdings auf anderem Weg ermitteln.

Mitteilungen werden erwartungsgemäss empfangen, jedoch kaum oder gar nicht sichtbar ausgegeben, wie die fünfte Abbildung verdeutlicht.

Die sechste Abbildung soll die aktuelle Zeit anzeigen. Hier war es 16:43 😉

Zumindest für die Anzeige der Uhrzeit habe ich eine mögliche Alternative gefunden.

Über die Fronttaste kann man die digitale Anzeige der Uhr durch eine analoge ersetzen. Wie die nebenstehende Abbildung zeigt, ist die Uhr auf diese Weise zumindest les- und damit nutzbar.

Bei zahlreichen Meshtastic Nodes mit OLED-Display wird ein  0,96″-Display mit einer Auflösung von 128 x 64 Pixeln verwendet. Die Firmware scheint auf diese Auflösung zugeschnitten zu sein, wie die folgenden Abbildung eines Heltec V3 zeigen.

Die M5Stack UNIT-C6L erfüllt, mit Ausnahme der Displayanzeigen, alle Erwartungen. Der Grove-Anschluss ist mit der seriellen Schnittstelle für den Anschluss einer GPS-Unit belegt. Sollen I2C-Sensoren da angeschlossen werden, muss die Firmware entsprechend angepasst werden.

Die Anpassung der Anzeigeninhalte an die geringere Auflösung des 0.66″-OLED-Displays war bereits eine Herausforderung und wird wahrscheinlich als Kompromiss so bestehen bleiben. Danke, Thomas Göttgens, für den hilfreichen Gedankenaustausch.

Ich möchte diese Meshtastic Node in einem geschützten Außenbereich zur Erfassung von Umweltdaten einsetzen. Das fehlerfreie Ablesen des Displays ist für diese Anwendung zweitrangig, zur Signalisation des Betriebszustands aber ganz brauchbar.


2025-10-28/CK

LilyGO T-Deck Pro Meshtastic

Zur Komplettierung meiner Sammlung von Meshtastic Nodes habe ich bei LilyGO die LilyGO T-Desk Pro Meshtastic Node bestellt.

Die Lieferung liess nicht lange auf sich warten und ich packte erwartungsfroh die Sendung aus. Was ich fand war eine 915 MHz Version, die meine Stimmung erstmal trübte.

Ob ich den Fehler bei der Bestellung gemacht habe oder der Lieferant bei der Bearbeitung, kann ich nicht sagen. Eine Meldung bei LilyGO blieb unbeantwortet. Was nun?

Eine Anfrage in verschiedenen Foren brachte mir Antworten von einfach Firmware auf EU_868 konfigurieren bis hin zu geht überhaupt nicht, weil Frequenzen nicht passen.

Ein Blick in das Schaltbild des LilyGO T-Deck Pro zeigt, dass die Optionen des Antenna Match Networks kaum genutzt sind und möglicherweise mit der nicht optimalen Anpassung gelebt werden kann.
Die Aussagen in der TI Design Note DN038 lassen das ebenfalls vermuten.

Also habe ich es auf dem brutalen Weg versucht und ohne Hardwareanpassungen nur die Firmware auf EU_868 eingestellt.

In den Screenshots zeigt sich, dass hier 97 Nodes online sind und offenbar die Anpassung der Firmware bereits zum Ziel geführt hat. Ob ein solches Vorgehen im Allgemeinen funktioniert, wage ich damit nicht zu sagen. Hier hat es funktioniert.


2025-10-02/CK

Walter: Kompaktes IoT-Modul mit ESP32-S3 und LTE-M/NB-IoT-Modem


Für IoT-Anwendungen stehen heute verschiedene Funktechnologien zur Verfügung. Alle namhaften Anbieter stellen LoRaWAN- oder LTE-M/NB-IoT-Module zur Verfügung und der Anwender bzw. die Applikation entscheidet, welche Technologie zum Einsatz kommt.

LTE-M (Cat-M1) und NB-IoT (Narrowband IoT) sind beides Mobilfunkstandards aus dem LTE-Umfeld und wurden speziell für das Internet der Dinge (IoT) entwickelt.

Unter der Marke QuickSpot, bietet das belgische Unternehmen DPTechnics BV eine Reihe von IoT-Bausteinen an, die den Anwender bei der Produktentwicklung unterstützen soll.
Ein bemerkenswertes Produkt ist Walter, ein Open-Source-Multifunk-IoT-System-on-Module (SoM), das einen ESP32-S3-Mikrocontroller mit einem Sequans GM02SP LTE-M/NB-IoT-Modem und einem GNSS-Empfänger kombiniert.

Walter unterstützt verschiedene Drahtlosoptionen, einschließlich WiFi, Bluetooth, LTE-M, NB-IoT und GPS, und ist für eine einfache Integration in IoT-Projekte konzipiert. Das Modul ist vollständig zertifiziert (CE, FCC, IC, UKCA, RCM) und wird mit Open-Source-Softwarebibliotheken für Plattformen wie Arduino, MicroPython und ESP-IDF geliefert.

Inbetriebnahme von Walter und Programmbeispiel zu WiFi- und LTE-M-Kommunikation sind in diesem eBook zusammengestellt.

Hier ist eine Zusammenfassung, was im Einzelnen behandelt wird:

Walter ist ein Open-Source-IoT-Modul von DPTechnics BV, das sich perfekt für Entwickler und Maker eignet, die Projekte mit LTE-M, NB-IoT, WiFi, Bluetooth und GPS umsetzen möchten – egal ob mobil, netzunabhängig oder energieeffizient.

Walter umfasst:

  • ESP32-S3 Mikrocontroller mit 16 MB Flash & 2 MB PSRAM
  • LTE-M/NB-IoT-Modem (Sequans GM02SP)
  • GNSS-Empfänger (GPS/Galileo)
  • Onboard-Antennen für WiFi & Bluetooth
  • Stromversorgung über USB-C oder Batterie (auch Solar)
  • 24 GPIOs & viele Schnittstellen (I2C, SPI, CAN, UART, etc.)

Die vorhandenen Schnittstellen lassen flexible Erweiterungen zu. I²C- und OneWire-Sensoren sind problemlos anschließbar (z. B. SHT31, DS18B20). Beispielprojekte zur Wetterdatenerfassung, Temperaturmessung in Bojen werden gezeigt.

Verbindung zu OpenWeatherMap, MQTT-Brokern (HiveMQ, ThingSpeak) oder einem UDP-Demoserver werden beschrieben. Beispielcode für WiFi- oder LTE-basierten Wetterdatenabruf und Cloud-Upload.

Die Programmierung von Walter kann mit der Arduino IDE, MicroPython & ESP-IDF erfolgen. Alle Libraries & Beispiele auf GitHub: github.com/QuickSpot. Die Programmbeispiele im eBook sind mit der Arduino IDE erstellt.

Ideal für mobile & energieeffiziente Projekte. Unterstützt DeepSleep & geschaltete Sensorversorgung. Ideal für Outdoor, Umweltmonitoring, Smart Farming, u. v. m.

Kurz gesagt:
Walter ist ein vielseitiges, sofort einsatzbereites LTE-IoT-Modul für Entwickler und Maker, die mit LTE-M bzw. NB-IoT eine Alternative zu WiFi oder LoRa/LoRaWAN suchen.

Ab dem 7.08.2025 gibt es auch einen Print der deutschen Ausgabe über Amazon.


2025-08-08/CK

Meshtastic Knoten wieder auf Reisen

Meine Reise vom letzten Jahr nach Norddeutschland wiederhole ich in diesem Jahr und installiere für die Zeit meines Aufenthalts einen Gateway-Knoten, der seine Position über MQTT an https://meshtastic.liamcottle.net/ sendet.

Vorbereitungen

Der Auszug aus Google Maps zeigt unsere Reiseroute.

Reiseroute

Die folgenden Auszüge aus dem Mapping von https://meshtastic.liamcottle.net/ zeigen die zu erwartenden Kontakte mit Knoten nahe unserer Route.

Start ist am oberen Zürichsee mit zahlreichen Nodes in Richtung Zürich, aber erst im Rheintal finden sich weitere Nodes in unserer Fahrtrichtung.

Walensee /Rheintal

Die Fahrt geht über die A7 nach Norden und erst zwischen Würzburg und Schweinfurt zeigen sich einige Nodes.

Würzburg, Schweinfurt

Entlang der A71 ist wenig zu erwarten, bis dann im Gebiet Erfurt bis Jena wieder etliche Nodes zu erwarten sind.

Erfurt / Jena

Weiter geht es über die A9 nach Norden, wo im Bereich Halle Leipzig zahlreiche Nodes zu erwarten sind.

Halle, Leipzig

Auf dem Berliner Ring sollten sich dann Nodes aus dem Bereich Potsdam Berlin zeigen.

Potsdam, Berlin

Vom Berliner Norden bis nach Rostock werden wohl keine Nodes zu sehen sein. Erst im Rostocker Umland könnten sich einige Nodes zeigen.

Rostock

Zwischen Rostock und Stralsund scheint weitgehend Funkstille zu herrschen. Erst in Stralsund werden ein paar Nodes erwartet. Auf der Insel Hiddensee wird dann meine temporär installierte Node S3GW zu sehen sein.

Stralsund

Ich arbeite wieder mit den Default-Einstellungen für LongFast, da ich nicht die lokalen Channels der durchfahrenen Gebiete vorgeben wollte. Möglicherweise wären dann weitere Knoten erreichbar.

Diesmal habe ich eine Magnetfußantenne auf dem Dach meines PKW installiert, um besseren Funkempfang (5 dBi) zu erreichen. Um hinreichend wetterfest zu sein, sollten Antenne und Magnetfuß mit N-Type Steckverbindern ausgerüstet sein. Ein kleinerer Magnetfuß muss unbedingt vermieden werden, da sich sonst die Antenne bei höheren Geschwindigkeiten oder starkem Wind vom Dach lösen kann.

Magnetfussantenne
Magnetfussantenne
BezeichnungLink
Alfa Network Alfa LoRa/HaLow 868MHz Antenne 5dBi N-Male Stecker AOA-868-5ACMhttps://www.amazon.de/Network-868MHz-Antenne-Stecker-AOA-868-5ACM/dp/B08H7XMXBZ
RAK Magnetischer Sockel für Antenne N-Type Male auf RP-SMA Femalehttps://www.bastelgarage.ch/rak-magnetischer-sockel-fur-antenne-n-type-male-auf-rp-sma-female

Mitgeführte Nodes

Meshtastic NodeDevice Short Name
Meshtastic Gateway im HausXIAO ESP32S3 & Wio-SX1262 Kit with 3D caseS3GW
Meshtastic Node am Strandkorb (tagsüber)RAKwireless WisBlock RAK4631 Meshtastic Starter KitRAK3
Meshtastic Node im mobilen EinsatzLilyGo T-Deck Plus Meshtastic  TDck
Meshtastic Node im mobilen EinsatzSenseCAP Card Tracker T1000-ET1k2
Meshtastic Node im FahrzeugRAKwireless WisMesh PocketWMsh

Nodes während der Hinfahrt

Wie erwartet konnte ich in Sargans und im Rheintal einige wenige Nodes empfangen.

RheintalWähredn

Während der weiteren Fahrt meldete sich ab und an eine Node, wurde aber im Mapping nicht gezeigt. Erste in Jena habe ich das Bild vorgefunden, was ich von meiner letzten Reise her kenne.

Jena

Eine Gesamtansicht der Nodes zeigt der Screenshot von MeshSense.

Nodes in und um Jena

Der Rest der Fahrt war bezüglich Meshtastic-Kontakten ein Totalausfall.

Nodes auf der Insel Hiddensee

Unser Feriendomizil ist im Süderhof am südlichen Ende von Vitte. Die Standorte des festen Nodes habe ich im Kartenausschnitt unten eingetragen.

Die Meshtastic Gateway soll in der oberen Etage in Fensternähe installiert werden. Über den Zugang zum WLAN des Hauses kann diese Node dann zusätzlich über MQTT kommunizieren. Die Idee ist, die Standorte im Mapping von Liam Cottle zu markieren.

Unter dieser Voraussetzung kann mit dem Meshtastic Site Planner die Abdeckung des Mesh-Netzwerks simuliert werden. Wie die folgende Abbildung zeigt, sollte der gesamte obere Teil der Insel bis hinunter nach Neuendorf abgedeckt werden.

Ob wieder Nodes aus Dänemark und Schweden zu sehen sein werden, bleibt noch unklar.

Nachdem alle Nodes eingerichtet sind, ist Hiddensee erstmal abgedeckt. Im Feriendomizil ist S3GW stationär, während andere Nodes mit unterwegs sind. Die Verbindungen auf Hiddensee funktioniert erwartungsgemäß.

Solarnode RAK3 am Strand von Vitte
Mobilnode T1k2 am Strand in Kloster

Weitergehende Kontakte sind eher sporadischer Natur. Kontakt nach Kopenhagen und Malmö hatte ich auch diesmal wieder, wie die folgenden Screenshots zeigen.

Nodes während der Rückfahrt

Während der Rückfahrt hatte ich einige wenige Kontakte, die sich aber praktisch kaum im Mapping zeigten.

Nodes in Süddeutschland
Nodes zu Hause

Fazit

Die Kontakte zu anderen Nodes während der Reise und während des Aufenthalts in Norddeutschland waren da, wenn auch nicht in dem Maße, wie ich es erwartet hatte.

Von der Antenne auf dem Fahrzeugdach hätte ich eine größere Ausbeute während der Fahrt erwartet. Die Haftung des Magnetfußes war sehr gut. Bei Geschwindigkeiten bis ca. 160 km/h war kein Verschieben o.ä. zu verzeichnen.

Die stationären Verbindungen in Ballungsräumen waren auch besser als im Jahr zuvor. Da hat sich in der Community einiges getan.

Im Norden dann hatte ich zwar gute Reichweiten bis nach DK und S. Mitteilungen konnten aber nicht ausgetauscht werden. Ich habe dann den Kontakt zu den lokalen Gruppen über deren Portale erreicht. Zu den Nodes in Mecklenburg-Vorpommern habe ich keinen Kontakt bekommen, was topografische Gründe haben soll. Der Kontakt zu meinen eigenen Nodes an unterschiedlichen Orten der Insel war immer gegeben.


2025-06-20/CK

NFN-Solarnode im Test

Das Notfunk Netzwerk (NFN) ist eine Gruppe von Funkamateuren, CB-Funkern, IT-Fachkräften sowie Feuerwehrmännern, die daran arbeiten, ein flächendeckendes Notfunknetzwerk (Meshtastic) in Zusammenarbeit von Liegenschaften und Grundstückseigentümern in der Schweiz aufzubauen.

Im Ernstfall kann die Kommunikation dezentral über dieses Netzwerk erfolgen – Für JEDERMANN.

Um eine landesweite Erreichbarkeit zu gewährleisten, sind selbst hergestellte und autark arbeitende Solar-Nodes an hohen Standorten unerlässlich.

Im Januar 2025 wurde mit dem Aufbau des Netzwerks in der Zentralschweiz begonnen.

Die Nodes des NFN sind mit den folgenden Bezeichnungen NFN-631#1-1 / Web-SDR.ch erkennbar. Es bedeuten: NFN = Notfunk Netzwerk, 631 = die ersten drei Zahlen der PLZ, # dient als Platzhalter, 1 – 1= Username – Device Nr von diesem User.

Somit ist zu sehen, dass im Gebiet von der PLZ 631x von User 1, der erste Node zu sehen ist.

Dass der Ausbau im Gange ist, zeigen die von mir in Altendorf SZ empfangenen Nodes aus dem NFN-Mesh.

NFN Nodes

Die derzeitige aktiven Client–Solar-Nodes sind unter https://meshtastic.web-sdr.ch/ gelistet. Außerdem sind auf dieser Website Bauvorschläge für eigene Nodes veröffentlicht.

Das 3. Modell der dort gelisteten Vorschläge wurde mir dankenswerterweise vom NFN zum Test zur Verfügung gestellt.

NFN Solar Node

Auf der Webseite: https://www.printables.com/model/859422-rak-4631-meshtastic-node/comments ist der Bauvorschlag zu sehen und unter MAKES, können die bereits veröffentlichten Ausdrucke angesehen werden. Ein Nachbau ist durchaus erwünscht.

Das Gehäuse ist mit genügend Bauraum für die Installation des Controllerboards für die Node, Sensorboards für Spannungs– und Temperaturmessung und einen MPPT Solarregler ausgestattet. Die Antenne wird über einen wetterfesten N-Type-Anschluss verbunden. Eingesetzt wurden hier eine 10’000 mAh LiPo-Batterie und ein Waveshare Solar Panel (5.5V 6W).

Bauraum für die Installation von Node, Sensoren und Batterie

Schon beim Auspacken zeigte sich, dass die Solarzelle bereits auf Glühlampenlicht reagierte, was eine ordentliche Effektivität versprechen sollte.

Für den Test günstig ist die anfängliche Pause des fast sommerlichen Wetters. Der Test beginnt an einem trüben Tag, praktisch ohne Sonne. Am 10.05.25 lässt sich erstmals die Sonne wieder sehen und es geht relativ ausgeglichen weiter. Die Grafik zeigt die Resultate des Tests vom 7.05. bis 19.05.2025.

Fazit:

Für eine autark arbeitende Solarnode ist der Stromverbrauch der Node selbst von absoluter Bedeutung. Folgerichtig kam in der NFN-Node ein nRF52840 basierendes RAK4631-Modul von RAKwireless zum Einsatz.

Ein Li-Ion Akku mit einer Kapazität von 10’000 mAh deckt die Phasen ohne ausreichend Sonnenlicht ab, was hier aber nicht ausgereizt wurde.

Das Solarpanel war überraschend effektiv und selbst bei nicht so sonnigen Tagen wurde die Batterie nachgeladen.

Die Verwendung der hier beschriebene Solarnode vom Notfunk Netzwerk im autarken Einsatz kann ich nach den Tests hier nur empfehlen. Die Daten zum Nachbau sind freigegeben, sodass diesem nichts entgegensteht.

Ich danke dem NFN für die Bereitstellung der Node, wodurch dieser Test erst möglich wurde.


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2025-05-23/CK

MQTT Meshtastic

Nachdem der Meshtastic Public Broker in letzter Zeit keine zuverlässige Verbindung über MQTT sichergestellt hat, hat die MESH HESSEN Community die Initiative ergriffen und einen eigenen MQTT Broker aufgesetzt.

Die Community betreibt einen eigenen MQTT-Server, welcher sich krisensicher stationiert in einem historischen Bunker in Deutschland befindet.

Die Zugangsdaten sind:

Adresse: mqtt.meshhessen.de
Username: meshhessen
Passwort: meshhessen
Root topic: msh/EU_868

Ich habe den Broker ausprobiert und die folgenden Screenshots zeigen das über MQTT erweiterte Mesh-Netzwerk im Programm MeshSense.

Mein Heimnetz ohne MQTT-Anbindung
Durch MQTT erweitertes Heimnetz

Die über MQTT empfangenen Nodes zeigen sich im Android Client gemäss folgenden Screenshots.

Nodes über MQTT

Da die MQTT-Verbindung das Internet nutzt, ist eine solche Erweiterung bei Ausfall einer Komponente im Übertragungsweg dann nicht mehr funktional. Das gilt es unbedingt bei der Erstellung einer solchen Erweiterung zu beachten.


2025-05-11/CK

RAKwireless SensorHub in Betrieb seit 11/2023

Der SensorHub von RAKwireless ist ein modulares System, bestehend aus einem Hauptteil und mehreren vorkonfigurierten Sensorsonden. Mit steckbaren und austauschbaren Sonden und der Möglichkeit, Sensoren von Drittanbietern zum System hinzuzufügen, ist der SensorHub eine geeignete und vielseitige Lösungsplattform für verschiedene IoT-Anwendungen, bei denen eine Umweltüberwachung im Freien erforderlich ist.

Der SensorHub kann je nach Anwendung und Einsatzort mit nicht wiederaufladbaren oder solarbetriebenen Batterien oder mit einer externen Stromversorgung arbeiten.

Meine solarbetriebene Wetterstation läuft nach einem Update seit November 2023.

Wenn Sie mit dem SensorHub eine autonom arbeitende IoT-Anwendung implementieren wollen, dann finden Sie in meinem eBook zum SensorHub weitere Anregungen.


2025-05-02/CK

Meshtastic Solar Motherboard

Auf Basis des RAKwireless Coremoduls RAK4631 und der Baseboards RAK19007 bzw. RAK19003 kann sehr einfach ein solar-betriebener IoT-Knoten aufgebaut werden. Ich hatte im Beitrag Solar-betriebener LoRa-Knoten einen solchen Knoten für das LoRaWAN vorgestellt.

Die einzusetzenden Baseboards unterstützen zwar eine einfache Stromversorgung über ein Solarpanel, doch sollte wegen der höheren Stromaufnahme eines Meshtastic-Knotens die vom Solarpanel bereitgestellte Energie mit einem Solar-MPPT-Batteryloader optimal genutzt werden.

MPPT steht für „Maximum Power Point Tracking“ und bezeichnet die Nachführung des Punktes maximaler Leistung einer Solarzelle.

Vlastimil Slintak hat diesen Ansatz verfolgt und einen Solar-MPPT-Batteryloader für Li-Ion-, LiFePo4- oder LTO-Batterien mit einem RAK4630-Modul zu einem Meshtastic Solar Motherboard kombiniert (https://uart.cz/en/2534/solar-mppt-charger-for-meshtastic/). Das Board mit den Maßen 70 × 43 mm ermöglicht die Verwendung eines jeden Solarpanels mit einer Spannung von 7 bis 30 V und jeder Batterie mit einer Nennspannung von weniger als 5,6 V.

Unterstützt werden:

  • 1S Li-Ion und Li-Po-Batterie (Standard- und allgemein erhältliche Akkus, wahrscheinlich die am häufigsten verwendeten unter Meshtastic-Enthusiasten),
  • 1S LiFePo4 (gängige Batterien in Solaranlagen mit langer Lebensdauer und einer Kapazität von mehr als 100 Ah) oder
  • 1S und 2S Lithiumtitanatoxid, auch LTO genannt (Batterien, die auch im Winter bei Temperaturen unter -10 °C entladen und geladen werden können).

Das Board verfügt über Qwiic-Anschlüsse (SparkFun Qwiic bzw. Adafruit STEMMA) für I2C-Sensoren (z. B. Temperatur-, Feuchtigkeits- und Druckmessungen oder alle anderen von der Meshtastic-Firmware unterstützten Sensoren), einen USB-C-Anschluss (dieser wird nur für die Kommunikation verwendet, er ist nicht für die Stromversorgung der Platine vorgesehen) und eine RESET-Taste für einfache FW-Updates, zwei Signal-LEDs, einfachen Zugriff auf UART RX- und TX-Signale und eine SWD- Schnittstelle (Serial Wire Debug) für die FW-Entwicklung/das Debuggen und schließlich drei Befestigungslöcher für M3-Schrauben zur bequemen Montage der Leiterplatte in einer Box.

Hier ist das umfangreiche Datenblatt für das Meshtastic Solar Motherboard (https://pcb.uart.cz/datasheets/solar-node-revD-datasheet.pdf).

Sie finden das Meshtastic Solar Motherboard von Vlastimil im Lectronz-Onlineshop (https://lectronz.com/stores/uartcz).


2025-04-25/CK

Meshtastic Firmware V2.6.x

Der Frühling beginnt und damit steigt unser Wohlbefinden. Das Frühlingslicht steigert die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin.

Pünktlich zu genau dieser Zeit bekommt der Meshtastic-Enthusiast mit der Firmware V2.6 die Meshtastic UI oder kurz MUI, die erste Version der brandneuen Benutzeroberfläche für Standalone-Geräte. Außerdem beinhaltet diese Firmware Version einen völlig neuen Routing-Algorithmus für Direktnachrichten.

Dieser als Next-Hop Routing for Direct Messages bezeichnete Routing-Algorithmus wird hier beschrieben. Da der Ansatz rückwärts-kompatibel ist, kann die Firmware der Knoten des Netzwerks sukzessive aktualisiert werden. Je mehr Knoten im Netzwerk aktualisiert sind, desto mehr werden Sie vom besseren Routing profitieren.

Von der Meshtastic UI können Sie sofort profitieren, weshalb ich diese hier auch vorstellen möchte.

Das MUI ist mit den folgenden Meshtastic-Geräten kompatibel:

  • Standalone LoRa Devices mit ESP32-S3 und a TFT Display: LilyGo T-Deck, Seeed SenseCAP Indicator, unPhone, PICOmputer, Elecrow 5″/7″ (experimental)
  • Kundenspezifische Geräte mit ESP32-S3, mit serieller Verbindung zu einem LoRa Transmitter: T-HMI, Mesh-Tab, „Replicator“ (ESP-4848S040), Makerfabs 4″
  • Embedded Linux Devices mit SPI/I2C and GPIOs: Raspberry Pi, Milk-V oder LuckFox mit TFT SPI und LoRa Hat
  • Linux Native Setups: PC mit Meshstick oder SIMRadio Simulation und X11 MUI

Ich konzentriere mich hier auf das LilyGo T-Deck PLus, dessen Erweiterung für mich sehr überzeugend ist.

Der Webflasher präsentiert sich nach Selektion der aktuellen Alpha-Version V2.6.4 in leicht abgeänderter Form. Die Auswahl des MUI ist nun möglich.

Auswahl des Meshtastic UI im WebFlasher

Nach dem Flashen der Firmware V2.6.4 kann das T-Deck Plus normal gestartet werden. Der Bootvorgang dauert etwas länger und nach dem Startscreen meldet sich das MUI mit dem Homescreen:

Homescreen oberer Teil
Homescreen unterer Teil

Im Homescreen sind bereits wesentliche Statusinformationen zu sehen:

  • Anzahl neuer Nachrichten
  • Zahl der Nodes online
  • Datum und Uhrzeit
  • LoRa Kanal
  • Güte des Kommunikationskanals (SNR und RSSI)
  • Akustisches Signal beim Eintreffen einer neuen Nachricht
  • GPS-Daten
  • Status der SD-Card (wird für das Kartenmaterial benötigt)

Die Liste der Nodes zeigt der folgende Menupunkt. Hier sind gleichzeitig Informationen zum jeweiligen Node zu sehen.

Liste der Nodes

Im nächsten Menupunkt sind die Channels gelistet. Ich arbeite hier nur mit dem Primary Channel. Wählt man diesen aus, dann werden die dort erhaltenen Nachrichten sichtbar.

Liste der Kanäle
Nachrichtem im betreffenden Kanal

Der folgende Menupunkt zeigt eine Location Map, das ist die Anordnung der empfangenen Nodes in einer Kartendarstellung.

Das hier verwendete Map Tile Starter Kit enthält eine Grundausstattung an Karten in verschiedenen Stilen für Meshtastic UI-fähige Geräte mit SD-Kartenunterstützung. Jede Zip-Datei enthält die Zoomstufen 1 – 6 der Erdoberfläche, sodass Sie herauszoomen und sehen können, in welches Land Sie gebeamt wurden. Wählen Sie eine Zoomstufe größer 6, dann ist keine Kartendarstellung mehr vorhanden.

Kartendarstellung Zoom Level 6
„Kartendarstellung“ Zoom Level 7

Die Kartenkacheln liegen im .png-Format mit einer Größe von 256×256 Pixel und den Zoomstufen 1 – 20 vor, wobei 1 die gesamte Erde und 20 ein mittelgroßes Gebäude darstellt.

Wie Sie das hier verwendete Kartenmaterial um weitere Zoomstufen erweitern können, ist unter https://github.com/meshtastic/device-ui/tree/master/maps#downloading-tiles beschrieben.

Der letzte Menupunkt betrifft die Settings und Tools. Über die Settings kann das Meshtastic Device komplett konfiguriert werden. Bei den Tools stehen Mesh Detector, Signal Scanner, Trace Route, Statistics und Packet Log zur Verfügung.

Settings
Tools

Die folgenden Screenshots zeigen Mesh Detector, Signal Scanner und Trace Route. Mit dem Mesh Detector können Nodes in der Umgebung gesucht werden. Der Signal Scanner zeigt SNR und RSSI für die gewählte Verbindung an und Trace Route listet den Verbindungsweg von der Quelle zum Ziel.

Mesh Detector
Signal Scanner
Trace Route

Mit dem MUI wird aus dem LilyGo T-Deck Plus ein wirklich autonom arbeitender Meshtastic Knoten, der keine Verbindung zu einem Mobilphone mehr benötigt.


In der Zwischenzeit habe ich die V2.6.4 auch auf einem SenseCAP Indicator installiert. Das Gerät verfügt über keine Tastatur, doch mit dem Soft-Keyboard können die Eingaben recht ordentlich vorgenommen werden.


2025-04-03/CK